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Einen Tag lang begleiten wir das Enduro-Erlebnis der DRIVING AREA Wesendorf in Niedersachsen. Ein Fahrtraining für alle Reise-Enduristen auf der Suche nach neuen Wegen - abseits befestigter Straßen.

Die ganze Story lesenTERMINE 2019

MY KTM ADVENTURE MEETS DRIVING AREA

Mit bis zu 160 PS und 140 Nm Drehmoment generieren die berühmten Alleskönner aus Österreich nicht nur beherrschbaren Fahrspass. Die Fahrassistenzsysteme moderner Reiseenduros setzen auch Maßstäbe in Sachen Fahrsicherheit für Motorradfahrer. Die KTM 1290 SUPER ADVENTURE R (mit TRAVEL PACK) verfügt beispielsweise über Kurven-ABS, Ride-by-Wire, Traktionskontrolle, Berganfahrhilfe, ein semiaktives Fahrwerk und Kurvenlicht. Was wir als Fahrer leisten müssen? Genau das finden wir heute mit den Gewinnern unseres MY KTM ADVENTURE Gewinnspiels heraus.

Man nehme ein stillgelegtes Kasernengelände, eine Handvoll bärenstarker Reiseenduros und die nötige Priese Abenteuer. Dafür lernen wir fast spielerisch, was es bedeutet mehr als 200 rollende Kilogramm - stehend - über Stock und Stein, durch Wassergräben und über Schotterberge zu bewegen.

Nach einer kurzen Lagerfeuernacht á la PS-Talkrunde beginnt unser sonniger Trainingstag mit einem Warm-Up Frühstück im angeschlossenen Coffee Corner (http://www.coffee-corner-wesendorf.de).  

Herzlich stellt sich Arnd als unser Instruktor vor. Gelassen und voller Tatendrang bringt uns der Mann im braun-orangen Rallye-Outfit auf Betriebstemperatur.

Wir inhalieren den letzten Kaffee und schreiten wie Astronauten in unseren Enduro-Stiefeln durch das hohe Gras zur Theorie-Übung im angrenzenden Schulungszentrum der DRIVING AREA Wesendorf.

„Im Fokus der Übungen steht nicht das Ausloten physikalischer Grenzen oder pure Geschwindigkeit.“

macht uns Arnd während seiner Einleitung klar. „Die stehende Fahrposition, Geschicklichkeit, Gewichtsverlagerung sowie Blickführung gehören zu den grundlegenden Fähigkeiten des Enduro-Fahrens.“ Mit Technik statt Speed „erfahren“ wir in Kürze wie anstrengend Grundlagen sein können.

Nach einem Jahrhundertsommer erinnert das mehrere Hektar große Trainingsgelände an die tansanische Trockensavanne mit vereinzelten von Kiefernwald umringten Schotterbergen. Die passende Atmosphäre also für den Tagestraum „Von Berlin nach Tokio“ (www.torquetostrangers.com).

Nach der geführten Erkundungs- und Einführungsrunde üben wir an den ersten Stationen Balance, Schräglage und gegensätzliche Gewichtsverlagerung im Gelände. Damit schaffen wir es auch auf engstem Raum die PS-Boliden im Schrittempo um Hindernisse oder in Achten zu navigieren. Das neu gewonnene Vertrauen nutzen wir umgehend für Vollbremsungen auf Schotter und spüren das im Offroad-Modus nur vorne aktive ABS. Mit leichten Sprüngen lassen wir das voll einstellbare WP-Fahrwerk mit 220 mm Federweg arbeiten und bahnen uns unseren Weg über die aufeinanderfolgenden Schotterwellen.

Zwischen den Etappen erinnern uns Arnd und zahlreichen Schweißperlen an regelmäßige Trinkpausen.

Das 21-Zoll-Speichenrad zu spüren, aber dessen Grund nicht zu sehen ist ein völlig neues Gefühl beim Durchfahren des endlos wirkenden Wassergrabens. Jetzt heißt es Nerven bewahren, stoisch am Gas bleiben und nicht vom Fotografen ablenken lassen. Unsere stollenbereiften Geschütze tragen jedoch nicht umsonst die extremophile „R“-Kennung und suchen nach neuen Herausforderung.

Mit noch mehr Mut geht es also auf den richtig steilen Table, gefolgt von einem tiefen Erdloch, gefolgt von vielen weiteren kleinen und großen festen und losen Schikanen getarnt in der Spur eines schmalen Trails – und das alles im Stehen. Kuppeln, Bremsen, Gewichtverlagern, Beschleunigen, Blickführen, Traktionskontrolle – der Parcours durch die trockene Graslandschaft wird zum Erlebnis für Pilot und Maschine durch die Mittagssonne.

Nach dem reichhaltigen Mittagessen im Schatten der Grillhütte unseres „Zeltdorfes“ erholen wir uns, tauschen erste Eindrücke aus und laden die wohlverdiente Schippe Kartoffelsalat zur Bratwurst auf den Teller.

Doch bevor das mittägliche Barbecue zu gemütlich wird, heißt es „Freifahren auf großen Radien“. Und auch wenn bereits erste Ermüdungszeichen erkennbar werden, fühlen wir uns Runde für Runde auch stehend leichtfüßiger.

Wie eine weiß-orange Entenfamilie folgen wir daher Arnd in das Waldstück am Ende der großen Lichtung. Mitten in der dicht bewachsenen Sackgasse stoßen wir jedoch auf tückische Sandlöcher. Und jeder der mal ein Fahrrad über Sand hat manövrieren müssen, merkt spätestens jetzt was es heißt sich abseits befestigter Straßen zu bewegen.

Wir fahren weiter durch Wasserlöcher, über Längsbalken und Treppen hinunter.

Doch das Ziel ist nicht das Licht am Ende des Waldtunnels, sondern der über alles wachende Hügel aus Schotter, Sand und Kieselsteinen im Zentrum der Anlage.

Wie begeisterte Gipfelstürmer erklimmen wir den Wildkräutergarten, steigen ihn mit Schräglagen-Bremsmanövern hinab und springen mit noch mehr Adrenalin aus der am Fuße des Kieselgletschers gelegenen Mulde in die Freiheit.

Die letzte Übung wird zur geführten Ausfahrt über Feld- und Waldwege durch das Wesendorfer Land. Es ist Abend und es fühlt sich ein wenig so an, als wäre das unser Los – unser Ziel.

Nie wieder über primitiven Asphalt donnern, nie wieder über Tempo 80 Schilder ärgern. Sicher nicht ohne Kompromisse, aber ab sofort heißt es: Weg von überfüllten Bundesstraßen und hinein ins Abenteuer.

Was wir heute gelernt haben?

Das Training fordert den Fahrer, ohne ihn zu überfordern.

Es fordert seine Konzentration und Balance, sein Gefühl im Umgang mit einer unaufhaltsamen Basis. Helferlein hin oder her, diese Reiseenduros tragen weiter als die Neugier. Sie sind ein wahrer Begleiter auf jedem denkbaren Globetrotter „Motorradweltreise“ Rundweg - ob unbefestigt oder asphaltiert. Doch die Systeme wollen verstanden werden, um ihre Potentiale zu zeigen.

Genau hier leistet die Arbeit der DRIVING AREA Wesendorf einen essentiellen Beitrag zur Fahrsicherheit unserer Reiseenduro-Piloten. Mensch und Maschine werden neu kalibriert, erleben ein angeleitetes Stelldichein in sicherer Umgebung. Spielerisch leicht lernen wir was auf uns zukommt, wenn wir den Rufen der ADVENTURE Aufschriften folgen und haben ganz sicher oranges Blut geleckt.

Das Lagerfeuer lodert aufs Neue und zufrieden genießen wir das Grillfleisch und Bier in der Abendsonne. Ein perfekter Ausklang für einen perfekten Tag irgendwo in der Lüneburger Heide. Wir bedanken uns bei den Teilnehmern unseres MY-KTM-ADVENTURE Gewinnspiels und hoffen, dass wir unseren Gewinnern Joachim und Tillmann mit diesem Training das bevorstehende Abenteuer ein Stückchen näher bringen konnten.

Wir bedanken uns bei unserem Partner der DRIVING AREA Wesendorf, KTM Bispingen und unserem Instruktor Arnd für das unvergessliche Wochenende voller Gastfreundschaft, Abenteuer und Motorradfahren. Wir kommen auf jeden Fall wieder – mit neuen Modellen und noch mehr Enduro Erlebnis in 2019.

Wer selbst einmal das ein- oder zweitägige KTM Enduro-Fahrtraining bzw. das spezielle Mädels Enduro Training mit Tina Meier mit den aktuellen ADVENTURE Modellen erleben möchte, findet ab sofort die Termine der Saison 2019 über den Button "TERMINE 2019".
Gefahren werden kann mit dem eigenem Motorrad sowie aktuellen ADVENTURE Modellen. Auch das Fahren ohne Führerschein ist auf dem Privatgelände möglich.
TERMINE 2019

DRIVING AREA Wesendorf (www.driving-area-ktm.de)

KTM Bispingen (https://www.ktm-bispingen.de/)

Text: Felix Egidi

Fotograf: Uwe Böhm (https://www.uweboehm.com/)

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